(Peter
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Nach der geplanten Neufassung
des §67 StVZO (Lichttechnische Einrichtungen an Fahrradern) wird alternativ
zur herkommlichen Lichtanlage mit 6 Volt und 3 Watt auch eine 12-Volt-Lichtanlage
mit 6.2W elektrischer Leistung zulassig sein. 5 Watt soll die Scheinwerferlampe
haben, 1.2 Watt das Rucklicht.
Fur diese stark erhohte
Leistungsabgabe, die ausserdem schon bei relativ kleiner Fahrgeschwindigkeit
erreicht werden soll, ist eigentlich nur ein getriebeloser Nabendynamo
sinnvoll. Bei einem Wirkungsgrad von 70% (50% sind gefordert, gegenuber
30% bei der 6V/3W-Anlage) ware die Leistungsaufnahme nicht hoher als die
eines guten herkommlichen Seitendynamos.
Probleme macht der Bauaufwand:
Grosse, Gewicht und Preis, fur viele schon beim 3-Watt Nabendynamo zu gross,
wurden weiter erhoht. Auch eine Erhohung der Leistungsaufnahme im Leerlauf,
auf deren Minimierung wir besonderen Wert legen, ware unvermeidlich.
Diese Problematik liesse
sich verringern, wenn an den Spannungsanstieg, der bestimmt, wieviel Leistung
bei kleiner Fahrgeschwindigkeit abgegeben wird, weniger hohe Anforderungen
gestellt wurden. Sinnvoll ware, die 12 Volt erst bei 15 km/h statt bei
10 km/h anzustreben. Einen solchen Nabendynamo konnten wir wahrscheinlich
bei unveranderter Baugrosse realisieren, der Wirkungsgrad im Geschwindigkeitsbereich
20 bis 30 km/h ware deutlich besser.
Ein vorschriftsgemasser
12-Volt-Nabendynamo muss sich jedoch am Rande dessen bewegen, was bezuglich
Kosten und Nutzen sinnvoll ist. Da ausserdem 12-Volt-Scheinwerfer und Rucklichter
noch nicht ohne weiteres erhaltlich sind, ist es unsicher, ob bzw. wann
wir einen zulassungsfahigen 12-Volt-Nabendynamo anbieten werden.
12 Volt-Betrieb des 6-Volt-SON
Auch unser aktueller 3W-Nabendynamo
ist in der Lage, 6 Watt Leistung abzugeben, allerdings erst bei hoherer
Geschwindigkeit. Dies wird durch eine in Reihe geschaltete zweite Lichtanlage
(oder, wenn kein zweites Rucklicht erwunscht ist, nur durch einen zweiten
Scheinwerfer) erreicht. Der vom Dynamo abgegebene Strom kann namlich nicht
erhoht werden, wohl aber die Spannung, z.B. auf 2 x 6 Volt = 12 Volt. Allerdings
werden die 12 Volt erst bei etwa 20 km/h erreicht (Bild
1). Auch die Wirkungsgradkurve wird in Richtung hoherer Geschwindigkeit
gestreckt, wodurch bei uber 15 km/h deutlich bessere Werte erzielt werden
(Bild 2). Um bei kleineren Geschwindigkeiten wenigstes
einen Scheinwerfer ordentlich zu versorgen, sollte der Zusatzscheinwerfer
durch einen Schalter uberbruckt, d.h. kurzgeschlossen werden konnen (Bild
3).
Im Prinzip ist auch die
Versorgung einer 12V 6,2W-Lichtanlage moglich, allerdings ist eine Spannungsbegrenzung
notwendig und die Umschaltmoglichkeit enffallt.
Der 12-Volt-Betrieb ist
also nur sinnvoll fur Fahrerlnnen, die in der Nacht meist schnell unterwegs
sind und mehr Licht brauchen, z.B. bei Fahrt auf ebener, unbeleuchteter
Landstrasse. Die Reihenschaltung eines zweiten Scheinwerfers ist nach neuem
§ 67 moglicheweise sogar zulassig. Bei (in Deutschland unzulassiger)
Verwendung eines 28"SONs in kleinem Laufrad ist die Leistungserhohung bereits
bei entsprechend kleineren Geschwindigkeiten moglich.

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